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Das taugen Cocktails aus der Flasche

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Das taugen Cocktails aus der Flasche

29.12.2016, 16:44 Uhr | Uwe Kauss, wanted.de

Das taugen Cocktails aus der Flasche. Fertig gemixte Cocktails sind der neue Trend im Drink-Business. Wanted.de erklärt, was sie taugen und welche Unterschiede es gibt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fertig gemixte Cocktails sind der neue Trend im Drink-Business. Wanted.de erklärt, was sie taugen und welche Unterschiede es gibt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jetzt einen Drink! Man kann ihn in der eigenen Bar selbst mixen. Man kann ihn von einem Bartender am Tresen zubereiten lassen. Oder man öffnet eine Flasche, schenkt ein, gibt Eis dazu und trinkt. Fertig gemixte Cocktails sind der neue Trend im Drink-Business. WANTED.DE erklärt, was sie taugen und welche Unterschiede es gibt.

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Während fertige Tiefkühlprodukte und Convenience-Food die Supermarktregale füllen, war das Geschäft mit Spirituosen bislang puristisch: Whisky war einfach Whisky. Das wird derzeit anders: Fertig gemixte Drinks stehen mittlerweile im Getränkemarkt an der Kasse zum schnellen Mitnehmen. Auch in Szenekneipen und Clubs sind sie am Tresen auffällig postiert. Getränkeproduzenten wie beispielsweise das börsennotierte Unternehmen Mineralbrunnen Überkingen-Teinach investieren viel Geld und Marketing in traditionell anmutende Drinks in hipper Verpackung – und haben damit Erfolg: Zwei Cocktail-Marken hat der Hersteller geschaffen, zu dem auch der Fruchtsaft-Produzent Vaihinger, sowie Bluna und Afri-Cola gehören: "Cocktail Plant" und "Bar Made". Die Drinks to go kommen in 0,2l-Flaschen, die Mixturen werden mit Konzentrat-Fruchtsäften von Vaihinger angesetzt. Sie kosten meist jeweils um die zwei Euro.

Dazu gibt’s für "Cocktail Plant" auch einen Dispenser, ein Gastro-Ausschankgerät für den Kneipentresen. Dazu bietet der Hersteller mit "DCide" auch "Cocktail Premixes" weltbekannter Klassiker wie "Zombie" oder "Piña Colada" an, denen nur der Fruchtsaft und Eis zum Servieren fehlen.

Trend zum Fertigdrink

Den Trend zum Fertigdrink beobachtet auch der Barprofi Karsten Kusk von der Barschule Rhein-Main in Hattersheim. Er hat fast 30 Jahre lang als Barkeeper etwa bei Käfer’s, in Harry’s New York Bar und Schuhbeck’s Bar gearbeitet und wurde vom renommierten Gastro-Führer Gault Millau zum "Barkeeper des Jahres 2000" gekürt. In seiner Barschule (www.barschule-rhein-main.de) bietet er viele Kurse für Profis und Hobbymixer an. Das Urteil des Profis ist eindeutig: "Ich habe schon ziemlich viele Produkte aus dieser Kategorie probiert. Mit dem gut gemixten Original haben diese Flaschen keine Ähnlichkeit, auch wenn sie genauso heißen. An denen gehe ich im Supermarkt lächelnd vorbei."

Gut für Kneipen ohne qualifiziertes Personal

Er kann allerdings verstehen, wenn Szenekneipen ihren Gästen etwas Neues anbieten wollen, aber dafür kein qualifiziertes Personal einstellen wollen oder können: "Mit den fertigen Drinks kommen auch Studenten und Aushilfen klar: Ins Glas schütten, Eis dazu, ein bisschen Deko drauf – und schon kann man das servieren." Der für ihn entscheidende Unterschied seien beste Zutaten und das richtige Gefühl und Wissen des Bartenders, betont Kuske. Für einen richtig guten Klassiker wie etwa "Sex on the Beach" kommt es darauf an, den richtigen Wodka zu wählen, frischen Orangensaft zu pressen, den nicht so leicht erhältlichen Cranberry-Nektar sowie einen passenden Pfirsichlikör zu verwenden und das Ganze im optimalen Mengenverhältnis mit der richtigen Temperatur und geübten Handgriffen zuzubereiten und zu servieren. Bei den Fertig-Cocktails ist das alles schon erledigt. Daher empfiehlt er: "Schaut immer auf die Zutatenliste. Man muss wissen, was man will." 

Auf die Zutaten kommt es an

Viele "Bottled Cocktails" bestehen aus Konzentrat-Säften, namenlosen Spirituosen, recht viel Zucker und dazu E-Stoffen, etwa Konservierungsmitteln und Stabilisatoren. "Wenn da viele künstliche und chemische Stoffe enthalten sind, kann das doch niemals vernünftig schmecken", sagt er. Der Unterschied zwischen Cocktail und Cocktail ist dabei der gleiche wie bei einer Original Schweizer Markenuhr und einer günstigen Kopie: Sieht fast genau so aus, besteht aber aus völlig anderen Komponenten und ist völlig anders verarbeitet.

Legendärer Drink der Lufthansa

Doch eingefleischte Bargänger müssen um Cocktails in Flaschen keinen Bogen machen. Der Trend zum Drink ohne Mühe hat bereits erfahrene Barprofis erfasst: Die Berliner Spreewood Distillers etwa produzieren unter dem Label "Lufthansa Cocktail" den legendären Originaldrink der Airline aus den 1950-er und 1960-er Jahren neu und verkaufen ihn in der 0,5l-Flasche für 24,90 Euro. Er enthält 15,5 Prozent Alkohol und besteht aus nur aus Rosé-Wermut, Bitter Aperitif, Himbeergeist und Holunderblüte. Vor dem Servieren gibt man trockenen Sekt oder Champagner und einige Eiswürfel hinzu. Dazu haben die Berliner einige weitere Cocktails in der Flasche auf der Karte. Sie haben lange und intensive Erfahrungen in der Barszene gesammelt. In Zusammenarbeit mit einem der weltweit wichtigsten Cocktailwettbewerbe entstand der "Dutch Coffee Cup" mit Ketel One Vodka, Grand Marnier Louis Alexandre, Calvados VSOP, Cold Brew Coffee, Muscovado-Zucker und einer selbst zusamengestellten Gewürz-Tinktur. Er kostet 39,90 Euro pro Halbliterflasche.

Handgemixte Kreationen

Brennereien sehr hochwertiger Whiskys wie etwa Jefferson's Bourbon in den USA mit ihrem fassgereiften "Manhattan" füllen ebenso feine, handgemixte Kreationen in Flaschen ab wie Bartender bekannter Bars. "Da gibt es derzeit extrem innovative Ideen mit hervorragend abgestimmten Drinks", erzählt Karsten Kuske. Die "Craft Cocktail Co" im Londoner Stadtteil Shoreditch arbeitet so. Der Gründer und Betreiber J.J. Goodman ist Betreiber des weltbekannten "London Cocktail Clubs". 2008 gewann er den "Cocktail World Cup", er gehört zu den wichtigsten "Mixologists" in Londons großer Barszene. Und so steht hinter seinen Flaschendrinks ein ziemlich anspruchsvolles Konzept: Einer dieser Cocktails ist der "Big Smoke Bloody Mary" aus Wodka, spanischem Tomatensaft, einer geheimen Gewürzmischung und dem Raucharoma von Hickory-Holz, der dem Ganzen einen spannenden Kick verleiht. Bislang sind die Flaschen allerdings nur in Londoner Feinkost- und Spirituosenläden zu bekommen.

Wer aber einfach mal andere als die puren Aromen von Wodka, Rum oder Whisky zuhause aus der Flasche probieren will, für den sind deren "Flavoured"-Varianten genau richtig – eine hervorragende Alternative zum Fertigdrink: Der bekannte irische Paddy-Whisky ist etwa in einer interessanten "Spiced Apple"-Alternative zu haben, die Wodka-Labels Finlandia, Smirnoff und Absolut haben jeweils ganze Kollektionen von Flaschen mit einzelnen Aromen um ihre Standards gruppiert. Barprofi Karsten Kuske empfiehlt den "Sailor Jerry Spiced Rum" aus den USA für etwa 18 Euro pro Flasche. "Das ist ein Top-Rum, verfeinert mit einer hervorragend abgestimmten Gewürzmischung. Da passt alles zusammen. Der schmeckt auch anspruchsvollen Bargängern." 

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