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Moscow Mule: Das richtige Rezept für den Trend-Cocktail

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Die besten Cocktails mit Ginger Beer

08.07.2016, 13:07 Uhr | aja, dpa

Moscow Mule: Das richtige Rezept für den Trend-Cocktail. Der Moscow Mule gehört zu den Trend-Getränken des Sommers.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Moscow Mule gehört zu den Trend-Getränken des Sommers. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der neue Trend-Cocktail heißt Moscow Mule. Okay, es gibt ihn schon eine Weile - aber besonders in diesem Sommer ist er aus den deutschen Bars nicht mehr wegzudenken. WANTED.DE nennt Zutaten und Rezept sowie leckere Alternativen und Abwandlungen.

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Würzige Ingwerlimonade in Kombination mit Wodka: Der scharf-süße Cocktail Moscow Mule ist seit rund zwei Jahren in den USA wieder modern, seit etwa einem Jahr auch in Deutschland und macht dem beliebten Cuba Libre ordentlich Konkurrenz. Er passt perfekt zu lauen Sommernächten, Gartenpartys und frühen Diskostunden. Wegen seiner Säure und der leichten Schärfe ist das sehr leichte, aber dennoch würzige Getränk auch ein idealer Aperitif.

Das Rezept für den Moscow Mule

Sie benötigen:

  • 1 Zentiliter frisch gepresster Limettensaft
  • 5 Zentiliter Wodka
  • 15 Zentiliter Ginger Beer (das anders, als der Name vermuten lässt, keinen Alkohol enthält)
  • ein Stück Salatgurke

Bei der Zubereitung wichtig: Der Cocktail darf nur gerührt werden, nicht geschüttelt. Marcus S. Siebert, Vizepräsident der Deutschen Barkeeper Union, warnt: "Kohlensäurehaltige Zutaten niemals schütteln im Shaker, er könnte tatsächlich 'explodieren'."

Und die Gurke: ins Glas oder nur als Deko? "Bitte unbedingt ins Glas, damit die Gurke ihr Aroma und Geschmack an den Drink abgibt," rät Siebert, "als Deko empfiehlt sich hier eine Schleife aus der Schale der Gurke." Achten Sie jedoch auf unbehandelte Bio-Ware.

Die richtigen Zutaten

Zudem muss auf die Qualität der Zutaten geachtet werden: "Dieser Drink hat eigentlich nur Schwächen, wenn man schlechtes Eis verwendet und einen billigen Fusel als Basis", warnt Cocktail-Experte und Buchautor Helmut Adam. Idealerweise wählt man einen kräftigen Wodka auf Roggenbasis - sie sind milder und weniger süß als Wodka aus Kartoffeln. Dazu zählen beispielsweise der deutsche Freimut Wodka, Mama Wodka aus Dänemark, Xellent aus der Schweiz, Belvedere, der niederländische Bols Wodka sowie Chopin Rye Vodka aus Polen. (Woran Sie einen guten Wodka erkennen, lesen Sie hier)

Auch das Eis will mit Bedacht gewählt werden: Große Eiswürfel ohne Loch eignen sich am besten. Verwenden Sie keinesfalls Crushed Ice, das verwässert den Cocktail schnell.

Noch selten zu bekommen: Ginger Beer

Gutes Ginger Beer ist in Deutschland noch bis vor wenigen Jahren kaum bekannt und verfügbar gewesen. Im breiten Angebot von Ingwerlimonaden muss man etwas probieren: viel Schärfe, diverse Kohlensäurestärken oder wenig Süße – der persönliche Geschmack entscheidet. Hierbei gibt es sowohl gute Sorten aus kleineren Manufakturen als auch von größeren Ketten. Zu nennen wären beispielsweise Fentimens (laut "The Guardian" mit einem "echten Kick"), das Ginger Beer von Fever-Tree aus drei verschiedenen Ingwersorten oder Spicy Ginger von Thomas Henry, welches es mittlerweile sogar in einigen REWE-Märkten zu kaufen gibt. Die scharf-süßen Ingwerlimonaden bekommen Sie andernfalls in gut sortierten Getränkemärkten oder online.  Experte Siebert nennt zudem Hot Ginger von Aqua Monaco. 

Wichtig und oft verkannt wird auch die Frische der Zutaten. "Besonders den Limettensaft muss man direkt pressen, da sonst der Geschmack sehr schnell metallisch wirkt", rät Gregor Dill, Barkeeper im Berliner Hotel "Adlon Kempinski". 

Bier, Ginger Beer, Ginger Ale?

Hört sich ähnlich an, doch die Unterschiede sind enorm. Denn Ginger Beer hat nichts mit Bier zu tun und enthält auch keinen Alkohol. Siebert warnt vor der falschen Verwendung des Begriffs: "Deutsche Brauereien haben Anfang der 2000er-Jahre, als die Firma Thomas Henry ihr Ginger Beer auf den Markt brachte, geklagt und gewonnen." In Deutschland dürfen Ginger Beere daher gemäß des Reinheitsgebotes nicht die Bezeichnung "Bier" tragen. Und während Ginger Ale mit Ingwer-Aroma versetzte, süße Limonade ist, handelt es sich bei Ginger Beer um mit Ingwer fermentierte süß-scharfe Ingwerlimonade. 

Alternative mit Gin: der Munich Mule

Eine Variante: In München wird der Moscow Mule gerne auch als Munich Mule serviert. Dafür einfach Gin anstelle von Wodka als Basis verwenden. Einige Barkeeper verwenden zudem auch Ginger Ale anstelle des Ginger Beers und verfeinern den Cocktail anschließend mit Minze. Das Magazin für Barkultur "Mixology" hat diesem Durcheinander ein Ende gesetzt und sich auf folgende Zutaten festgelegt:

  • 5 Zentiliter Gin
  • 2 Zentiliter Limettensaft
  • 3-4 dünne Gurkenscheiben
  • 8 Zentiliter Ginger Beer
  • Limette und Gurke zur Dekoration

Auch der "London Buck" - wird immer bekannter und gehört zu den "Mules". "Er funktioniert gleich wie der Moscow Mule, enthält aber am besten eine Zitronenspirale", erklärt Siebert. Zudem kommen der Bitterlikör Angostura oder Gin in den Drink.

Variante mit Rum: der Dark'n'Stormy

Wer den Wodka gegen aromatischen braunen Rum austauscht, erhält im Handumdrehen einen Dark 'n' Stormy, das Nationalgetränk der Bermuda-Inseln und Signature Drink der Rummarke Gosling’s Black Seal. Marcus S. Siebert, Vizepräsident der Deutschen Barkeeper Union rät den Lesern von WANTED.DE, ausschließlich Rum von den Bermudas zu verwenden – wie beispielsweise Gosling's, welcher auch in Deutschland gut verfügbar sei. (Die Lieblings-Rumsorten der Redaktion finden Sie hier) Die Zutaten:

  • 1 Zentiliter Limettensaft
  • 8 bis 10 Zentiliter Ginger Beer
  • 4 Zentiliter brauner Rum

Die Kunst beim Mixen dieses Cocktails besteht darin, den Rum erst zum Schluss in das Glas zu "floaten", sodass zwei Farbschichten im Glas entstehen – "wie eine dunkle Welle auf dem Meer - daher 'Dark'n'Stormy'", erklärt Siebert.

Rezept für alkoholfreien Moscow Mule

Wer einen ähnlichen Geschmack mit weniger Promille oder auch alkoholfrei will, kombiniert Ingwerlimonade mit viel Eis im Longdrink-Glas, dazu etwas frischen Limettensaft und eine frische Limettenspalte. "Etwas frischer Ingwer, etwas Orangenschalenabrieb und Lavendel sind eine schöne Ergänzung", sagt Experte Dill. Wer es süß mag, kann auch einen Schuss Honig dazu mischen.

Der Kupferbecher und seine Geschichte

Und aus welchem Gefäß trinkt man den Moscow Mule am besten? Aus einem Highball-Glas oder aus einem Kupferbecher. Letzterer hat allerdings keine geschmacklichen Gründe, sondern historische. Der Legende nach soll der Cocktail eine Gemeinschaftsproduktion dreier Freunde gewesen sein. Alle drei wollten ihre Produkte an den Mann bringen: der eine Wodka, der andere Ginger Beer, der Dritte seinen Überschuss an Kupferbechern. "

In den 1940ern soll die Mischung aus Wodka und Ginger Beer erstmals im "Cock'n Bull Pub" in Hollywood an Gäste ausgeschenkt worden sein. Was neben der schmackhaften Rezeptur zum durchschlagenden Erfolg beigetragen haben dürfte, war der markante Kupferbecher.

In Cocktail-Bars hat man auf die Konsumenten des Moscow Mule übrigens deshalb auch ein besonderes Auge: Die rund 20 Euro teuren Kupferbecher sind ein begehrtes Souvenir. "Man muss schon darauf aufpassen, die Becher auch wieder zu bekommen", weiß der Bar-Manager des "Le Méridien Grand Hotel" in Nürnberg, Jonas Kaiser, aus eigener Erfahrung.

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