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Die besten Champagner

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Prickelnde Sorten  

Die besten Champagner

17.12.2015, 14:52 Uhr | Konstantin Baum/Redaktion - wanted.de

Die besten Champagner. Champagner gehört zu Festen dazu. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Champagner gehört zu Festen dazu. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einen Grund zum Feiern gibt es immer - sei es an Weihnachten, Silvester oder zum nächsten Geburtstag. Champagner gehört dazu. Wir servieren Ihnen feine Geheimtipps, die Ihre Gäste garantiert staunen lassen - der Sommelier Konstantin Baum erklärt, warum gerade kleine Produzenten und ihre Kreationen so spannend sein können. Seine Auswahl der edelsten Champagner sehen Sie in unserer Fotoshow.

Soviel schon jetzt: Zu unseren Geheimtipps gehören Pierre Paillard, Serge Mathieu, Vilmart & Cie, Agrapart & Fils, Paul Bara, Gaston Chiquet, Krug, Gimonnet, Guy Charlemagne, Pierre Moncuit und Ruinart. Schon gehört? Wohl nicht immer - umso besser, diese Marken hat nicht jeder.

Tradition verpflichtet

Doch warum eigentlich hat Champagner einen solchen Top-Ruf? Das liegt zunächst an der Geschichte: Die Champagne war die erste Region, in der Schaumwein hergestellt wurde, und mittlerweile steht der Name der Region für Weine mit Kohlensäure wie keine andere. Champagner wird mit Festlichkeiten jeder Art in Verbindung gebracht - oder kann sich jemand vorstellen, dass der Formel-1-Gewinner mit Prosecco duscht? Außer natürlich in Arabien, wo Rosenwasser verspritzt wird. Die Region Champagne tut sehr viel dafür,

sich ihren Premium-Ruf zu bewahren. Weinproduzenten aus anderen Regionen, die ihr Produkt als Champagner ausgeben wollen, werden sofort rechtlich belangt, und selbst die Verwendung der Marke Champagner mit anderen Produkten wird strengstens kontrolliert. So wurde die Discounterkette Aldi Süd von der Region verklagt, weil sie ein Champagner-Sorbet verkaufen wollte. Das Heikle daran war, dass das Produkt tatsächlich Champagner enthielt. Die Vertretung der Champagner-Winzer klagte dennoch, weil sie befürchtet, dass die Marke Champagner nicht würdig vertreten wird. Letztlich scheiterte sie.

Champagner ist dennoch eine der stärksten Marken in der Welt des (Schaum-)Weins und eine Top-Spezialität, die großen Häuser dominieren den Markt. Die Champagne funktioniert anders als andere Weinregionen: Neunzig Prozent der Weinberge gehören kleinen Weinbauern, die aber zum größten Teil ihre Trauben an die großen Champagnerhäuser abliefern und mit der Vinifizierung der Weine nichts zu tun haben. Die Großen dominieren, denn die besten Champagner sind teuer - sie reifen mehrere Jahre im Keller der Weingüter, bevor sie zu Geld gemacht werden. >>

Der wichtigste Faktor für die Vorherrschaft der Großen besteht aber darin, dass die großen Häuser die Möglichkeit haben, auf ein Archiv diverser Grundweine aus verschiedenen Regionen und Rebsorten zuzugreifen. So können sie einfacher Jahrgangsvariationen ausgleichen und einen homogeneren Stil produzieren. Die Zulieferung lassen sich die Weinbauern sehr gut bezahlen.

Teuer ist außerdem die Rebe - nur die besten kommen handverlesen in die Flasche. Im Schnitt kosten alleine die Trauben für eine Flasche Champagner 6,80 Euro - das ist einer der Gründe dafür, warum es so gut wie keine billigen Champagner gibt. Rebfläche ist zudem rar in der Region und die meisten Weinberge sind schon seit Generationen in Familienhand. Wenn einmal Rebfläche zum Verkauf steht, dann lassen sich die Winzer diese gut bezahlen. Eine Million Euro kostet ein Hektar in dieser Region im Durchschnitt. Da ist es natürlich attraktiv für Viele, die Weinberge besitzen, ihre Trauben gegen sehr gute Bezahlung einfach abzugeben und sich nicht um die Weinherstellung und die Vermarktung kümmern zu müssen.

Feine Raritäten bei kleinen Häusern

Dazu kommt das Prestige: Champagner ist nicht günstig und darum ergibt es Sinn, sich umzuschauen, bevor Mann einkauft - der teure Tropfen soll ja schmecken. Gerade bei kleinen Häusern lassen sich noch feine Raritäten finden. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Winzer in der Champagne dafür entschieden, ihre Traube selber zu verarbeiten. Abseits des Mainstream finden sich sehr gute Schaumweine, die den großen Marken in Sachen Qualität oftmals voraus sind. Anstatt überregionaler Verschnitte, die aus verschiedenen Regionen der Champagne kommen, handelt es sich hierbei meist um Weine, die aus einem Weinberg stammen und so ihren eigenen Charakter bewahren. Eine Abfüllung schmeckt selten so wie die vorherige - und sie ist meist kräftiger als die großen verschnittenen Marken.

Markante Champagner zu Fisch und Raclette

Diese charakterreichen Champagner lassen sich besonders gut mit Essen kombinieren, nicht nur zum Anstoßen um Mitternacht sind diese  geeignet. Sushi kann man nur mit wenigen Weinen kombinieren, aber leichte Champagner passen hier sehr gut. Die frische Säure nimmt besonders fettigeren Fischen wie Lachs oder Aal die Schwere. Am besten begleitet kräftiger Champagner aber Gerichte mit Krustentieren oder gebratenem Fisch.


Jahrgangschampagner passen außerdem sehr gut zu Hummer, besonders wenn er mit cremigen Soßen serviert wird. Besonders gefällt die Kombination mit guten Fish and Chips - Sie haben richtig gelesen, selbst einfache Gerichte werden so aufgewertet. Das frittierte und fettige Gericht und der säurehaltige, frische Schaumwein ergänzen sich ganz wunderbar.

Das klassische Winter- und Silvestergericht Raclette lässt sich auch toll mit Champagner kombinieren. Natürlich kommt es hier auch darauf an, was man mit dem Käse überbackt. Ein würziger Käse, Kartoffeln und ein lebendiger Champagner bilden eine sehr gute Kombination, und so kann der Schaumwein den ganzen Festtagsabend begleiten.

Damit möchten wir Ihnen unsere Geheimtipps im Bild präsentieren. Noch zwei Klärungen vorab, die für das Verständnis der Marken wichtig sind: In der Champagne ist ein Blanc de Blancs ein Schaumwein, der fast ausschließlich aus Chardonnay-Trauben produziert wird. Mitunter finden sich auch Pinot blanc, Arbane und Petit Meslier. Im Gegensatz dazu steht der Blanc de Noirs - er wird ausschließlich aus roten Trauben hergestellt, die aber sehr schonend gepresst und verarbeitet werden um keine Farbe aus den Schalen der Beeren zu extrahieren. Weinexperte Konstantin Baum hat eine Auswahl von ganz besonderen Champagnern aus kleinen Häusern zusammengestellt, die wir Ihnen in unserer Foto-Show präsentieren.

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