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Whisky-Tipps der Experten

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Die Tipps der deutschen Whisky-Elite

16.12.2013, 12:25 Uhr | Christoph Schmidt, wanted.de

Whisky-Tipps der Experten. Die Tipps der deutschen Whisky-Elite. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Tipps der deutschen Whisky-Elite. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Whisky ist in aller Munde, doch die Qual der Wahl ist groß - welches ist der richtige Brand? Was sollen wir unbedingt mal probieren, mit welchen Geschenken verwöhnen wir zu Weihnachten oder zum Geburtstag unsere Lieben? wanted.de hilft weiter: Wir haben Top-Experten nach ihren Whisky-Tipps befragt.

Foto-Serie mit 12 Bildern

Das Ergebnis unserer Umfrage ist eine völlig subjektive, aber dennoch hervorragende Orientierungshilfe im Whisky-Dschungel. Schließlich haben wir uns mit Top-Genießern unterhalten: Rede und Antwort standen uns Martin Mack und Thomas Hrissman vom Whiskybotschafter, einem Journal für Freunde der edlen Spirituose. Robin Pitz von der Villa Konthor aus Limburg, ein stilvoller Laden in der Domstadt. Ferner Timo Lambrecht vom Bremer Spirituosen Contor, das sich als Händler, Berater und Entdecker definiert. Last, but not least lüftete Gregor Haslinger den Schleier um geheimnisvolle schottische Single Malts, er betreibt in Frankfurt mit Whisky Spirits einen Raritäten-Laden.

Was ist der perfekte Whisky für jeden Tag?

Martin Mack empfiehlt für die reguläre Entschleunigung zum Feierabend

den zwölfjährigen Glenfiddich. Leicht und neutral im Geschmack, gerne verdünnt, belastet mit rund 25 Euro den Geldbeutel nicht allzu sehr. Robin Pitz von der Villa Konthor aus Limburg legt uns den Balvenie Double Wood (rund 35 Euro) ans Herz. Weich und angenehm aber gleichzeitig geschmacklich ausdrucksstark. "Ein guter Allrounder für Einsteiger." Der süßliche Whisky hat ein feines Sherry-Aroma, schmeckt nach Zitrusfrüchten, Zimt und Nüssen. Der Abgang ist lang und weich.

Und dann ein Geheimtipp: Timo Lambrecht vom Bremer Spirituosen Contor empfiehlt den Writers Tears. "Der ist fruchtig, süffig, würzig und dabei stets mild." Damit ist der irische Whisky mit seinem Aroma von Honig und Gewürzen genau das richtige für Einsteiger. Überraschend macht auch Gregor Haslinger von Whisky Spirits weiter – er empfiehlt für jeden Tag einen Logmorn 17 Jahre von Signatory Vintage – das ist einer der großen Fremdabfüller, die alte Fässer von Desitllen aufgekauft haben. Der sherrygereifte Whisky schmeckt nach Trockenfrüchten und Karamell und kostet rund 40 Euro. >>

Was ist das perfekte Whisky-Geschenk?

Mack vom Whiskybotschafter rät uns zum 25 Jahre gereiften Bowmore. Der sei angenehm torfig und wunderbar im Geschmack. "Den mag ich sehr gerne", verrät uns der Whisky-Fan. Allerdings kostet er auch über 100 Euro – genau das richtige für das hochwertige Weihnachtsgeschenk. Hrissman vom Whiskybotschafter empfiehlt eine wahrlich aristokratische Abfüllung: Den Dalmore King Alexander III – "ein absolutes Highlight, weil hier alles stimmt." Der Whisky mit dem edlen silbernen Hirschgeweih auf der Flasche wurde aus sechs verschiedenen Fasstypen verschnitten. Der Malt ist komplex, mit Aromen von wilden Früchten, Vanille-Mandeln und Zitrus, er schlägt mit rund 120 Euro zu Buche. Pitz von der Villa Konthor legt uns den Aberlour A'bunadh ans Herz - ein Sherry-Cask-Whisky in Fassstärke, der etwas weicher und süßer als andere Scotchs ist. Für Weihnachten ist er das "Preis-Leistungs-Monster" (rund 60 Euro). Der Whisky bringt tolle weihnachtliche Aromen von Sahne, Sherry und Zitrusfrüchten ins Glas. Premium-Whisky im großen Test

Torfbombe sorgt für Weihnachtsfreude

Lambrecht vom Bremer Spirituosen Contor segelt mit einer Torfbombe gegen den Strom: Als Geschenk empfiehlt er die Big Peat Weihnachtsedition, "einen ganz besonderen Stoff für alle Fans torfig-rauchiger Whiskys." 54,9 Volumenprozent bringt der mega-herbe Blend auf die Waage. Eine Herausforderung für echte Männer, die eine Vermählung der bekannten Destillerien Islays probieren möchten. Der Big Peat kostet rund 55 Euro. Bitte die Kamera bereithalten und abdrücken, wenn Whisky-Anfänger ein Gläschen probieren – die Grimassen bieten wunderbaren Stoff für Anekdoten. Unter den Baum würde der Frankfurter Haslinger einen Bunnahabhain aus der Reihe Whiskyseasons legen. "Der am 24.12.1990 gebrannte Whisky hat weihnachtliche Noten nach Kardamon, Lebkuchen und Zitrusfrüchten.“ Damit ist der Schnaps geschmacklich genau das richtige für die kalte Jahreszeit, genügend Power für das Enteisen der von Frost gebeutelten Genießer-Seele hat er mit seinen rund 53 Prozent allemal. Allerdings gibt es nur 146 Flaschen.

Was ist das Whisky-Erlebnis, das Ihnen nachhaltig in Erinnerung geblieben ist?

Martin Mack geht eine Segeltour in Schottland nicht aus dem Kopf. Er besuchte die Tobermory-Brennerei auf der Isle of Mull. Der 19 Jahre gereift Whisky kam direkt aus der Destelle und hallte mit seiner wunderbar salzigen Öligkeit lange nach. Für Pitz aus Limburg ist eine Reise zu Glenfarclas das Whisky-Highlight schlechthin. Dort besuchte er das Warehouse No. 1, in dem die Familienfässer der Brennerei liegen, wo er einen ganz besonderen Stoff probieren durfte: "Einen 66er Glenfarclas als Fassprobe aus dem Lager". Dieser Brand hatte ein "geniales Aroma" – ein sherrytöniges Erlebnis der Extraklasse. Mit einem Leuchten in den Augen erzählt Lambrecht aus Bremen von Helgoland, wo er den neuen Amrut Herald vom Fass in Flaschen abfüllte. Der im indischen Bangalore destillierte Whisky reifte teilweise auf der Insel. Die würzige Einzelfassabfüllung mit Noten von Lakritze, Konfitüre und Nelken ist ein ganz besonderer Stoff und wurde als erster Helgoländer Whisky gefeiert. Für Gregor Haslinger ist sein erster bewusster Drink die Initialzündung in Sachen Whisky gewesen: "Es war ein Ardbeg von Gordon MacPhail, der mich mit dem Whiskyfieber infizierte." Sie sehen also: Whisky lässt Männer in Nostalgie schwelgen. Für den nächsten Einkauf oder aber für Ihre Geschenke-Liste können Sie sich in unserer Foto-Show inspirieren lassen! 

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