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Zigarren: Die Zigarren-Formate

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Ein weites Feld: Die Zigarren-Formate

24.07.2013, 13:41 Uhr | Dieter H. Wirtz, Fackelträger Verlag GmbH, Köln

Zigarren: Die Zigarren-Formate. Die Vielfalt an Zigarren ist groß. (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; La Casa del Habano Nürnberg)

Die Vielfalt an Zigarren ist groß. (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; La Casa del Habano Nürnberg)

Wer sich näher mit dem Thema "Formate" beschäftigt, dem tun sich immer neue Fragen auf. Der Dschungel, durch den er sich oftmals zu kämpfen hat, scheint nicht selten undurchdringlich. Gleichwohl ist es möglich, Ihnen einen Überblick zu verschaffen, der zwar nicht in die letzten Tiefen der Formatlehre dringt, der aber trotzdem mehr als ausreicht, Sie über dieses Thema gebührend zu informieren.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Mit rund zwanzig Formaten lässt sich praktisch die gesamte Bandbreite der Zigarrenformate abdecken, die weltweit auf dem Markt sind, auch der kubanischen. Das muss erwähnt werden, weil die Havanna-Formate einen Sonderfall darstellen; über achtzig gibt es davon. Doch der Reihe nach …

Wenn hier von Formaten die Rede ist, dann handelt es sich weniger um "Vitolas de salida", sondern vielmehr um "Vitolas de galera". Grundsätzlich wird demnach unterschieden zwischen dem Handels- und dem Produktionsnamen einer Zigarre.

Der spanische Begriff "Salida" hat zahlreiche Bedeutungen, so unter anderem "Ausreise" und  "Auszug", kann aber auch, im wirtschaftlichen Bereich, "Absatz" bedeuten. Da "Vitola" für Format steht, bedeutet "Vitola de salida" zunächst einmal "Format des Absatzes", was dann wiederum zu "Format des Verkaufs" oder "Verkaufsformat" werden kann. >>

Mit der Zeit hat sich der Begriff "Handelsname" etabliert, und der ist auch allgemein akzeptiert. Er entspricht zwar nicht der wörtlichen Übersetzung, trifft jedoch recht genau die Anwendung, auf die sich die Bezeichnung "Vitola de salida" bezieht.

Wie schon das Wort "Galera" erahnen lässt, ist hiermit tatsächlich "Galeere" gemeint. Die Übersetzung "Format der Galeere" ist durchaus korrekt, vor allem in Bezug auf den Sinn des Begriffs. Im 19. Jahrhundert war es nämlich gang und gäbe, dass Sträflinge, die im Zuchthaus saßen ("Zuchthaus" ist eine weitere Übersetzung für "Galera"), und dass solche, die ihre Strafe an Bord einer Galeere "abrudern" mussten, von Behördenvertretern der spanischen Kolonialmacht bisweilen zu Arbeiten in einer der vielen Zigarrenfabriken herangezogen wurden. Somit entspräche die Bezeichnung "Galeeren-Format" oder "Zuchthaus-Format" zwar den historischen Begebenheiten, ließe sich aber, abgesehen von der Gewöhnungsbedürftigkeit eines derartigen Begriffs, auf die heutige Zeit nicht mehr anwenden, >>

obwohl nach wie vor der Raum einer Fábrica, in dem die Torcedoras und Torcedores ihrer Arbeit nachgehen, auf Kuba "Galera" genannt wird. Somit ist der wenig martialisch anmutende Begriff "Produktionsname" in Bezug auf die aktuellen Gegebenheiten bedeutend treffender.

Obwohl es über achtzig verschiedene Havanna-Formate gibt, die international gebräuchlichen hingegen mit rund zwanzig abgedeckt sind, sind erstere im Grunde genommen überschaubarer, weil begrenzt, letztere in gewisser Weise nicht. Dieser Widerspruch ist einfach zu erklären: Während die Havanna-Formate genau festgelegt sind, verwendet außerhalb Kubas nahezu jede Fabrik, die Zigarren herstellt, die Maße, die sie als angebracht für ihre jeweiligen Zigarren erachtet. So kommt es zu einer Vielzahl von Vitolas innerhalb der jeweiligen für ein Format geltenden Maßgrenzen. Ein kleines Beispiel mag das verdeutlichen: Die klassischen Maße des Formats "Panatela" sind 6 Inches in der Länge bei einem Ringmaß von 38. Bezogen auf die Länge ergeben die Inches 152 Millimeter. Nun wird eine Zigarre auch dann noch als "Panatela" bezeichnet, wenn sich ihre Länge zwischen 5,5 und weniger als 7 Inches bewegt, also zwischen 140 und 177 Millimetern, während das Ringmaß bei 35 beginnen und bei 39 enden darf. Das heißt, bezogen auf Millimeter: Wenn jeder Millimeter auf jener vorgegebenen Skala von 140 bis 177 belegt werden würde, ergäbe das schon einmal, und zwar nur auf die Länge bezogen, stattliche 38 "Panatela"-Formate. Zudem dann noch multipliziert mit der erlaubten Anzahl der Ringmaße, also mit 5, sind 190 Formatvarianten allein bei einer "Panatela" denkbar.

Formate in Kuba millimetergenau festgelegt

Da machen es einem die Kubaner etwas leichter, weil alle Havanna- Formate millimetergenau festgelegt sind. Dabei wird noch zwischen handgemachten und maschinell gefertigten Vitolas sowie Long- und Shortfillern unterschieden. Gleichwohl lässt die Praxis auch bei den kubanischen Formaten genügend Spielraum für Irritationen. So ist zum Beispiel folgende Situation durchaus denkbar: Auf einer Havanna- Kiste, die Sie in Augenschein nehmen, ist neben dem Markennamen "25 Petit Coronas" zu lesen.

Das heißt zunächst einmal: Die Fábrica gibt ihren Zigarren in diesem Fall den Handelsnamen (Vitola de salida) "Petit Corona". Doch dahinter können sich gleich mehrere Produktionsnamen (Vitolas de galera) verbergen: entweder das stets handgemachte Longfiller-Format "Mareva" oder auch eine "Petit Corona", wobei diese Vitola de galera als Shortfiller zum einen von Hand gerollt, zum anderen komplett maschinell (Mecanizado) gefertigt werden kann. Es empfiehlt sich demnach, den Aufdruck auf der Unterseite einer Havanna- Kiste zu beachten: "Totalmente a mano" steht für handgemachte Longfiller, während die handgemachten Shortfiller den Zusatz "TC" (Tripa corta) aufweisen und die maschinell gefertigten Shortfiller lediglich mit dem Hinweis "Hecho en Cuba" auskommen.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal wäre das Gewicht einer Zigarre. Es reicht jedoch vollkommen aus, wenn Sie wissen, was es mit den jeweiligen Formatangaben auf sich hat und warum Sie zwischen den Vitolas de salida und den Vitolas de galera unterscheiden sollten.

Sehen Sie sich einige Formate in unserer Foto-Show an.

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