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Champagner: Köstliches Prickeln

27.12.2012, 13:18 Uhr | Marion Hughes/Raufeld, Raufeld

Champagner: Köstliches Prickeln. Die Kohlensäure gelangte einst aus Versehen in den Champagner. Heute genießen wir dieses Prickeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kohlensäure gelangte einst aus Versehen in den Champagner. Heute genießen wir dieses Prickeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu besonderen Anlässen stößt man gerne mit einem prickelnden Tröpfchen an. Wer sich etwas Gutes gönnen möchte, greift statt zu Sekt zu luxuriös prickelndem Champagner. Wir sagen Ihnen, was Sie über Champagner wissen sollten.

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"Ich trinke Sterne!" Diese Worte soll der französische Benediktinermönch und Kellermeister Dom Pierre Pérignon (1638-1715) ausgerufen haben, nachdem er das Perlende im Champagner erfunden hat. Dabei war dieser Prickeleffekt am Anfang eher irritierend als erwünscht. Außerdem gelang es erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts, die Gärungsprozesse unter Kontrolle zu bringen und einen klaren Wein mit anhaltendem Schaum herzustellen.

Schaumweinsteuer seit 1902

Mit der Erfindung von bruchsicheren Flaschen und dem Einsatz von Naturkorken begann der Siegeszug des prickelnden Getränks - obwohl in den Champagnergütern (trotz verstärkter Flaschen und der konkaven Wölbung im Fuß) noch weit bis ins 19. Jahrhundert hinein regelmäßig Flaschen explodierten. Seit 1902 existiert in Deutschland die Schaumweinsteuer, eingeführt von Kaiser Wilhelm II., der mit dem Geld den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals und der Kriegsflotte finanzieren wollte.

Inwieweit ihm seine Untertanen dabei zur Hilfe kamen und fortan den Sekt in Strömen fließen ließen, ist nicht belegt. Ausgezahlt haben aber muss sich die Idee, sonst hätte die Steuer nicht die folgenden Jahrzehnte überlebt. Heute bringt die so genannte Sektsteuer dem Staat rund 400 Millionen Euro im Jahr ein.
 Champagner war schon immer etwas ganz Besonderes. Wie anderen Luxusgütern auch, haftet dem perlenden Getränk ein Hauch von Eleganz und Exklusivität an, umgibt ihn die Aura des Elitären.

Kohlensäureverlust nach Öffnen

Immerhin bis zu 4 Liter Kohlensäure befinden sich in einer Flasche Champagner. Und Lebensmittel-Chemiker fanden heraus, dass etwa 8.000 bis 12.000 Bläschen innerhalb der ersten Stunde aus einem Sektglas emporsteigen. Allemal ein guter Grund, die Flasche schnell zu leeren.

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