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Zigarre: Habanos - Besten Zigarren der Welt

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Die besten Zigarren der Welt

30.08.2013, 17:38 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Zigarre: Habanos - Besten Zigarren der Welt. Zigarren sind ein wahrer Genuss. (Quelle: Katja Lenz)

Zigarren sind ein wahrer Genuss. (Quelle: Katja Lenz)

Das Streichholz rast über die Seite der Schachtel, der Schwefelkopf faucht gelb-weiß auf. Dann glimmt der Holzspan und die Zigarre wird getoastet. Ein wenig hin und her gedreht, schon füllt sich das Zimmer mit schweren Rauchwolken. Dazu ein alter Single Malt, ein dunkler Rum oder ein schwerer Rotwein. Herrlich. wanted.de stellt die besten Zigarren der Welt vor. Mehr davon gibt es in unserer Artikel-Show. Wie Sie mit Zigarren richtig umgehen, erklären wir in der Foto-Show.

Schon Mayas, Azteken und die Indianer Brasiliens gönnten sich ab und an gerollte Tabakblätter. Eine Zigarre pafften auch die Ureinwohner Kubas als die spanischen Seeleute Rodrigo de Jerez und Luis de Torres Anfang Ende 1492 auf ihrer Expedition im Auftrag von Christoph Columbus die Insel erkundeten. Danach setzte die Zigarre zum Siegeszug in der alten Welt an.

Tabak aus Vuelta Abajo beliebt

Kuba war und ist bis heute wegen des heißen und tropischen Klimas das globale Zentrum der Zigarren-Herstellung: Aficionados auf der ganzen Welt sind sich einig, dass hier die besten Tabake der Welt wachsen. Vor allem die Produkte aus der Region Vuelta Abajo sind begehrt, das ist die Gegend um Pinar del Rio im äußersten Westen Kubas, wo die satte, feuchte Luft aus der Karibik herüber wabert.

Bis zu 300 Arbeitsschritte fallen für ein Premium-Stück an - entsprechend begehrt und teuer sind die Habanos. Die blühende kubanische Tabakindustrie fiel im Zuge der Revolution von 1961 Fidel Castro und seinen Kämpfern in den Schoß.

Erben hoffen auf Sturz

Seitdem warten die Erben der ehemaligen Plantagenbesitzer genau wie die Nachfahren der enteigneten Rum-Produzenten in Florida auf den Kollaps des Regimes.

Bislang vergeblich: Der Staatsmonopolist Cubatabaco stützt die marode kubanische Wirtschaft weiter. Während der Sozialismus sonst überall auf Welt für einen Niedergang der Qualität gesorgt hat, hielt sich die kubanische Qualität auf hohem Niveau – weil der Maximo Lider selbst gerne eine Zigarre gepafft hat und sich jeder Arbeiter vor Schluderei fürchtet. >>

Im Jahr 1994 expandierte Kuba außerdem ins Ausland und gründete das Tochterunternehmen Habanos SA, welches weltweit exklusiv für den Vertrieb und die Vermarktung zuständig ist. Wegen des chronischen Devisenmangels wurden im Jahr 2000 wurden 50 Prozent von Habanos S.A. an den Klassenfeind verkauft und vom spanisch-französischen Tabakkonzern Altadis übernommen.

Kuba dominiert bis heute Altadis strich massiv Produkte und steuerte die verbliebenen Marken zielsicher ins Luxus-Segment. Im Februar 2008 wurde Altadis und damit auch die Anteile von Habanos S.A. durch Imperial Tobacco übernommen. Bis heute dominieren kubanische Angebote den Markt für hochpreisige Luxus-Zigarren. wanted.de listet die bei Kennern begehrtesten Stücke und die besten Hersteller auf. Natürlich sind die Geschmäcker subjektiv – am besten probieren Genießer jede Marke selbst. Wir haben eine Übersicht: H. Upmann: Ironie der Geschichte: Die Marke wurde 1844 von dem deutschen Bankier Herman Hupmann gegründet und landete schließlich im Portfolio der kubanischen Kommunisten. Wahrscheinlich aus purer Bosheit fiel das H im Namen weg. Vielleicht spielten aber auch Marketing-Aspekte eine Rolle: Das Wort up – aufwärts – gefällt natürlich auch statusbewussten Managern in der westlichen Leistungsgesellschaft. Kenner schwören darauf, dass die Marke besonders für Neulinge sehr geeignet ist, die sich erst an die Welt der Zigarren herantasten wollen. Die Cohiba ist das Maß aller Dinge

Cohiba: Der Rolls-Royce unter den Zigarren, gerne von Fidel Castro selbst an die Freunde sozialistischer Experimente verschenkt und von befreundeten Staatsoberhäuptern sowie von Che Guevara geraucht. Auf Castros Befehl sollte die Cohiba die beste Zigarre Kubas werden – das ist gelungen. Die Gründe für den Erfolg: Der Tabak stammt nicht nur aus dem besten Anbaugebiet Vuelta Abajo. Die Blätter der Cohiba sind außerdem die "Auslese der Auslese" aus den dortigen fünf besten Plantagen in den Gebieten San Juan y Martinez und San Luis. Ferner dürfen nur die geschicktesten Zigarrenroller die Cohibas drehen. Zudem sorgt ein zusätzlicher, dritter Fermentationsprozess für das unvergleichliche Aroma.

Der Name Cohiba stammt von den Taino-Indianern und bedeutet schlicht Zigarre, die Cohiba Lanceros ist die Lieblingszigarre von Fidel Castro. Hergestellt werden die Cohibas vor allem in der legendären Zigarrenmanufaktur El Laguito. Erst 1982 kamen die Stücke in den Westen. Es gibt drei verschiedene Linien: Die starke Linea Clasica, die zwischen 1966 und 1989 entstand. >>

Ferner die Linea 1492, die zum 500. Jahrestag der Columbus-Entdeckung auf den Markt kam. Seit 2007 schließlich die Linea Maduro.

Dominikanische Republik auf Rang zwei Und wer kann neben kubanischen Zigarren bestehen? Nur die Dominikanische Republik. Die Revolution in Kuba hat dafür gesorgt, dass sich der Inselstaat mittlerweile zum zweitbesten Produzenten von Zigarren gemausert hat – in der Menge wurde Kuba inzwischen überholt. Schwierig war das nicht, denn das Real- und Cibao-Tal bieten ebenfalls ideale Bedingungen, zudem flohen einige Tabak-Barone aus Kuba auf den Karibikstaat. Doch auch gute angestammte Unternehmen gibt es. Zu den großen Anbauern gehört beispielsweise Fuente, gegründet im Jahr 1912 von Arturo Fuente in Florida; produziert weden heute vier erlesene Tabake von den Chateau-de-la-Fuente-Plantagen. Die Fuente OpusX Double Corona wurde in Las Vegas mit der Cigar Trophy in der Kategorie Best Cigar 2011/Dominican Republic ausgezeichnet. Insgesamt sind die Produkte von hier milder als die Havannas. Weltweit bekannte Marken sind auch Davidoff, Don Diego, Dunhill, Griffins und Santa Damiana. Kenner schwören bei Davidoff auf die Serie Millennium Blend, hier vor allem auf die vollwürzige Piramides. Honduras mit langer Tradition

Auch in Honduras blüht seit über 200 Jahren die Tabak-Industrie. In den besten Anbaugebieten, wie Danli und Lopan sprießen hervorragende Gewächse für bekannte Marken wie Camacho, Flor de Copan und Rocky Patel. Diese Marken holen bei Kennern immer mehr auf. Und auch einen Weltrekord gibt es: Die Flor de Selva Extremo ist die größte Zigarre der Welt, sie ist 27,5 Zentimeter lang und bietet rund fünf Stunden Rauchgenuss. Noch eine Besonderheit: Der Gigant wird von der weltweit einzigen Frau in der Branche, Maya Selva, produziert. Doch egal, für welche Marke Sie sich entscheiden: Wichtig ist die Muße. Eine Zigarre zwingt den Genießer zu einer Auszeit. Das Gute ist: Selbst kleine Formate brauchen mindestens eine Stunde Muße. Mehr Informationen über Zigarren-Sorten finden Sie unserer Artikel-Show. Was Sie beim Rauchen einer Zigarre alles beachten müssen, erklärt Ihnen unserer Foto-Show.

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